mAiQNet

Entwicklung eines hochauflösenden NOx-Messnetzes durch mobile Messungen mittels an Fahrzeugen verbauter Messboxen

Laufzeit: 01.03.2020 - 28.02.2021

Mit dem Projekt „mobile Air Quality Network“ (mAiQNet) wird die Möglichkeit des Aufbaus eines hochaufgelösten und innerhalb eines definierten Ballungsraumes flächendeckenden NOx-Messnetzes untersucht. Für den Aufbau des Messnetzes sollen im Rahmen der Machbarkeitsstudie 10 - 20 Fahrzeuge mit eigens entwickelten NOx-Messboxen ausgerüstet werden. Diese messen in festen Intervallen Luftschadstoffe an der jeweiligen Position. Zur Plausibilitätsprüfung der erhobenen Daten erfolgt der punktuelle Abgleich auf Basis bestehender Umweltdaten im Kontext des BMVI. Im Gegensatz zur stationären Messstation, bei der ein Zeitraum gemittelt wird, erfolgt die Mittelung bei mobilen Sensoren sowohl über die Zeit, als auch den Ort. Aus diesem Grund ist eine komplexe Daten­synchronisation notwendig. Die Messdaten der einzelnen Fahrzeuge werden zusammen mit Zeit- und GPS-Informationen erfasst und an einen Zentralrechner übermittelt, auf dem die Analyse und die Visualisierung der Messdaten erfolgt. Ziel ist es, mithilfe der erfassten Daten eine hochaufgelöste Karte der urbanen Luftschadstoffverteilung zu erstellen. Im Rahmen des Projekts liegt der Fokus auf der Messung von Stickoxiden.

Das Netz soll, im Gegensatz zur Errichtung einer Vielzahl stationärer Umweltmessstationen, deutlich geringere Kosten verursachen. Die damit ermittelte örtliche und zeitliche Verteilung der Stickoxidbelastung kann beispiels­weise von Kommunen zur Weiterverarbeitung genutzt werden. Ermittelte Daten können als Grundlage zum Eingriff in vorhandene Verkehrsleitsysteme verwendet werden, um die Schadstoff­belastung stadtweit oder entlang besonders hochbelasteter Korridore möglichst gering zu halten. Dadurch können Fahrverbote möglicherweise vermieden werden. Aus längerfristiger Beobachtung dieser Daten könnten auch ent­sprechende städtebauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität und damit der Lebensqualität für die Anwohner abgeleitet werden.

Gefördert wird das Projekt durch das Förderprogramm mFUND des BMVI.

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